DIE ZEIT IST REIF
FÜR EINE SELBSTBESTIMMTE SEXUALITÄT IM ALTER

-DOKUMENTARFILM-


Sexualität im Alter stellt in unserer Gesellschaft häufig ein Tabuthema dar. Dabei lässt sich in der Praxis ein steigender Bedarf an einem gelingenden Umgang mit der Thematik erkennen. Mit dem Einzug der nächsten Generationen in die Alten- und Behindertenhilfe wird das Thema noch selbstbewusster vertreten sein.  Aufgrund der wenigen Medien zur Thematik haben sich drei Studierende aus den Fachbereichen Sozialpädagogik und Heilpädagogik in Berlin zusammengeschlossen, um sich der Thematik medial anzunehmen. In der ca. 70min. Dokumentation werden Experten verschiedenster Fachbereiche und mutige Privatpersonen begleitet und zu dem Thema und seiner Vielfalt befragt. So konnte ein einmaliges Filmprojekt entstehen, das bezüglich sexueller Bedürfnisse, Angebote und Dienstleistungen, sowie ersten zukunftsweisenden Perspektiven den Vergleich zwischen der Alten- und Behindertenhilfe wagt. Der folgende Trailer gibt einen ersten Einblick in den Film.



 

Sexualität im Alter ist ein ganzheitlicher Diskurs, der in Zukunft immer mehr Beachtung finden wird. Vor allem durch die demografische Entwicklung und die medizinischen Verbesserungen wird die Zahl älterer Menschen, die aktiv am Leben und an einer selbstbestimmten Sexualität teilhaben möchten, zunehmen. In Folge dessen muss eine Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen nach Sexualität, Intimität und Körperlichkeit im Alter stattfinden. 

Jedoch gilt der offene Umgang mit der Thematik häufig als Tabu. Dies kann in der Praxis zu weitreichenden Einschränkungen führen, insbesondere dann, wenn Menschen auf immer größere Unterstützung  angewiesen sind. Generell ist damit zu rechnen, dass das Gespräch über Sexualität, Lusterfahrungen und die sexuelle Vielfalt mit den Jahren immer alltäglicher wird. Dafür sorgen allein das gesellschaftliche Umfeld und die Biografie jener Menschen, die in Zukunft die Alten- und Behindertenhilfe in Anspruch nehmen werden. Es sind auch jene Menschen, die zur Generation der 1960- Jahre zählen und selbstbestimmter, liberaler und individueller mit der eigenen Sexualität aufgewachsen sind. 

Die aufgezeigten Möglichkeiten zur sexuellen Zufriedenheit können dazu genutzt werden, die sexuelle Vielfalt im Alter weiter zu verfestigen. In Form eines annehmenden und positiven Umgangs mit der Sexualität alter Menschen lassen sich nach und nach die lebensweltfremden Vorstellungen in der Praxis korrigieren. Denn nur so kann sich in Zukunft der Umgang mit Sexualität im Kontext der Alten- und Behindertenhilfe weiter normalisieren und sich eine selbstbestimmte Sexualität etablieren.